Was kostet ein Pool wirklich im Unterhalt? Die jährlichen Betriebskosten im Überblick
- 13. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Wer einen Pool plant, beschäftigt sich früher oder später mit derselben Frage: Was kostet ein Pool pro Jahr im Unterhalt? Viele Poolbesitzer denken dabei zuerst an Wasserpflegeprodukte oder Frischwasser. In der Praxis entstehen die grössten Kosten jedoch meist durch die Technik und insbesondere durch den Stromverbrauch.

Der grösste Kostenfaktor: Strom
Die laufenden Stromkosten hängen stark von der verwendeten Technik, der Pumpengrösse und den Laufzeiten ab.
Bei modernen Poolanlagen mit Frequenzpumpen liegen die jährlichen Stromkosten häufig zwischen: CHF 1'000.– bis CHF 2'000.– pro Jahr. Zusätzliche Verbraucher wie Wärmepumpen, Gegenstromanlagen oder Poolabdeckungen können diesen Betrag weiter erhöhen. Gerade deshalb lohnt es sich, bereits bei der Planung auf energieeffiziente Komponenten zu achten.
Wasserpflegeprodukte und Verschleissteile
Auch moderne Salzhydrolyse-Anlagen benötigen regelmässige Wartung und verschiedene Verbrauchsmaterialien.
Dazu gehören:
Hydrolysezelle
pH-Sonde
Redoxsonde
Reosal
pH-Minus
Flockungsmittel
Je nach Anlagengrösse und Nutzung entstehen dafür jährliche Kosten von rund: CHF 600.– bis CHF 700.– pro Jahr.
Diese Kosten fallen unabhängig davon an, wie oft der Pool genutzt wird.
Frischwasser und Nebenkosten
Durch Verdunstung, Rückspülungen und Spritzverluste muss regelmässig Wasser ergänzt werden. Die jährlichen Kosten hierfür bewegen sich meist im Bereich von: CHF 30.– bis CHF 100.– pro Jahr. Im Vergleich zu Strom und Wasserpflege sind diese Kosten eher gering.
Die ehrliche Rechnung
Für einen durchschnittlichen Privatpool mit Salzhydrolyse-Anlage ergeben sich somit jährliche Betriebskosten von ungefähr:
Position | Kosten pro Jahr |
Stromverbrauch | CHF 1'000.– bis 2'000.– |
Wasserpflege und Verschleissteile | CHF 600.– bis 700.– |
Frischwasser | CHF 30.– bis 100.– |
Total | ca. CHF 1'630.– bis 2'800.– |
Hinzu kommen je nach Ausstattung allfällige Reparaturen, Servicearbeiten oder höhere Heizkosten.
Gibt es günstigere Alternativen?
Wer die laufenden Betriebskosten möglichst tief halten möchte, sollte bereits bei der Planung auf die richtige Technik achten z.B. eine Drehzahlgesteuerte Filterpumpe. Besonders der Stromverbrauch der Wasseraufbereitung hat einen grossen Einfluss auf die späteren Unterhaltskosten. Moderne biologische Systeme oder energieeffiziente Filterkonzepte können hier interessante Alternativen darstellen. Wichtig ist deshalb, nicht nur die Investitionskosten eines Pools zu betrachten, sondern auch die langfristigen Betriebskosten über viele Jahre hinweg.
Fazit
Ein Pool verursacht auch nach dem Bau laufende Kosten. Je nach Technik, Nutzung und Ausstattung liegen die jährlichen Betriebskosten eines privaten Pools schnell zwischen CHF 1'500.– und CHF 3'000.–. Wer diese Kosten bereits bei der Planung berücksichtigt, erlebt später keine Überraschungen und kann die passende Lösung für die eigenen Bedürfnisse auswählen.




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